Hommage mit Botschaft

 

Der Verein „7Kunst“präsentiert eine neue Ausstellung in Quedlinburg: Am Freitag wird „John Lennon“ mit Gemälden von Eckhard Naujoks eröffnet.

 

Von Petra Korn

Quedlinburg/MZ. Wer in den kommenden Monaten den Wordspeicher betritt, kann sich auch in der Botschaft von Nutopia in Quedlinburg willkommen geheißen fühlen – einer Botschaft jenes legendären Landes, das im April 1973 von John Lennon und seiner Frau Yoko Ono gegründet wurde. „Ich dachte, wenn er mir schon einen solchen Ball zuspielt, nehme ich ihn auf“, sagt Eckhard Naujoks mit einem Schmunzeln. Der Künstler zeigt ab Freitag, 11. April, im Obergeschoss des Wordspeichers seine Ausstellung.

Es ist die erste Ausstellung, die die Künstlervereinigung „7Kunst“ in diesem Jahr präsentiert – und eine von insgesamt drei,die der Arbeitskreis im Jahr 2025 im Speichergebäude geplant hat.

Den kleinen Vorraum zur „John Lennon“ Ausstellung hat Eckhard Naujoks zu einer Einladung der Besucher zur konzeptionellen Nation Nutopia gestaltet. „Es bedarf nicht mehr, als dass man sich zu den humanistischen Idealen bekennt, um zur Bürgerschaft von Nutopia zu gehören“, sagt Naujoks, der dafür auch ein Gästebuch ausgelegt hat.

Seine Ausstellung ist für den Künstler, der auch selbst Songwriter ist und bereits zahlreiche öffentliche Konzerte gegeben hat, eine Hommage an John Lennon. Dieser wie auch die anderen Beatles hätten sein sehr stark geprägt. „Ich habe mir die erste Beatles Platte mit zehn Jahren gekauft. Die Musik hat mich mein ganzes Leben lang begleitet“, sagt Eckhard Naujoks.

John Lennon stehe aber auch für Frieden und Liebe. Gerade aufgrund der politischen Spannungen, der Konflikte, die es derzeit in der Welt gibt, dem Krieg in der Ukraine, wolle er zugleich an die Friedensbotschaft John Lennons erinnern, so der Künstler.

In seiner Gemäldeausstellung präsentiert der gelernte Bildhauer, der inzwischen in Quedlinburg lebt und arbeitet, 26 großformatige Bilder, die eigens für die Schau angefertigt worden und ganz überwiegend Porträts von John Lennon sind, diesen aber auch mit Yoko Ono und den anderen Beatles zeigen.

Auf etliche seiner Gemälde hat Eckhard Naujoks auch eigene Worte gesetzt. Mit diesen fordert der Künstler den Betrachter etwa auf, den Ball selbst ins Rollen zu bringen. Nichts beginne mit der Gesellschaft, sondern mit einem selbst – „sei du selbst“. „John Lennon“, sagt Eckhard Naujoks, „hätte bestimmt nichts dagegen gehabt.“

Die meisten in der Ausstellung zu sehenden Malereien sind in der Technik Acryl auf Leinwand entstanden - einige aber auch in Acryl auf Jute. „Es ist gar nicht so einfach auf diesem Material zu arbeiten. Das ist wie Raufasertapete,“ beschreibt Naujoks. Zu den letzten Arbeiten gehören etwa eine Porträtserie, die an Andy Warhol  angelehnt sei, „es ist aber kein Druck, sondern gemalt“.

Die öffentliche Vernissage zur Ausstellung „John Lennon“ findet am Freitag, 11. April, statt; Beginn ist um 18 Uhr. Zu sehen ist die Ausstellung dann bis zu 15. Juni.

Geöffnet ist der Wordspeicher in der Word 28 in Quedlinburg freitags von der Zeit von 16 - 20 Uhr und samstags und sonntags von 11 – 17 Uhr.